Stadtrat Tilo Kießling, PDS • Sozial: mit aller Kraft!

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Musikalischer Gruß

Aktuell

Ein musikalischer Gruß. Wer gemeint ist, wird es wissen. Alle anderen können raten...




Was für ein schöner Sonntag!

Sparte: Empfehlungen Datum: 24.03.2009
Nur wenn wir uns schuldig bekennen, so erscheint es mir, können wir zurück zu einem Zustand der Unschuld, der einen neuen Anfang ermöglicht. Wenn wir auch nur eine Spur der Unschuld behalten wollen, um etwas richtig gemacht zu haben, werden wir in Schuld verharren und keinen Schritt vorankommen.

Stimmungsdrücker

Datum: 31.07.2008
Das Wetter ist herrlich. Der Hunger nicht sehr groß. Also was kleines essen gehen. Die Stadt bietet unendlich viele Möglichkeiten, aber man möchte doch draußen sitzen, auch nicht in einem Hof, sondern zur Straße. Das Volk vorbeischlendern sehen und die Zeit genießen.
Die Bedienung ist auch schnell da, eine hübsche sehr junge Frau, sicher keine professionelle Kellnerin. Wird sich was nebenbei verdienen, denke ich.
Ich scherze etwas mit dem Mädel, die Bestellung ist auch schnell aufgegeben. Viel trinken, wenig Essen.
Die Leute um uns herum scheinen sorglos, und unsere Gespräche sind, sagen wir mal, plätschernd.
Die Limonade ist im Abo, das Mädchen kommt vier mal vorbei, um mir nachzufüllen.
Es schmeckt.
Ein Rest ist noch in den Gläsern.
Wir sind sorglos.
Die junge Frau will die Essensreste wegräumen, und ich frage, was sie denn hier in der Stunde verdient.
Nichts, sagt sie. Ausbildung bei der HOGA, und hier 15 Wochen Praktikum. Ohne Geld.
Der letzte Schluck schmeckt nicht mehr so richtig. Es war mein letzter Besuch in diesem Restaurant.

Gundermann

Datum: 23.07.2008

Kulturgut

Datum: 03.10.2006
Mögen Sie Hochzeiten?
Die Gäste freuen sich. Hoffentlich. Nahe Verwandte freuen sich ehrlich. Anwesende Paare erinnern sich. Ja, als wir heirateten. Sind die Hoffnungen des jungen Paares nicht auch so wie unsere damals? Und werden ihre Enttäuschungen auch unseren gleichen?
Anwesende Singles haben es noch schwerer, je nach eigenem Punktestand im Wettkampf um das ewige Glück müssen sie sich nun Gründe ausdenken, warum Sie noch nicht heirateten
Salman Rushdie schreibt in "Wut", jede zerbrechende Beziehung stelle alle noch weiter bestehenden in Frage.
So ist auch jede Hochzeit eine Frage an alle anderen, was denn mit ihrem Leben sei.
Ich gehe hinaus aus dem Kulturgut, dem Ort des Festes. Eine Hoffnung auf freies Atmen und einen Freund an der Seite, um sich in Altmarzahn umzuschauen.
MAN KANN SICH IN ALTMARZAHN NICHT UMSCHAUEN.
Ein lauer Abend begrüßt uns. Warme Luft zu unseren Gesprächen. Kleine Häuser, eine Kopfsteinpflasterstraße, die sich teilt und im Mittelstreifen Platz lässt für Wiese, Kirche und Gemeindehaus. Ein brandenburgisches Dorf, wie es an vielen Stellen zu sehen ist.
ALTMARZAHN LÄSST SICH NUR MIT GESENKTEM KOPF ERTRAGEN.
Hinter der einreihigen Bebauung mit kleinen ländlichen Wohnhäusern und einschlägigem Gewerbe, hübschen Aufschriften mit Bäcker oder Fleischer stehen wie drohend die betonhäutigen und stahlherzigen Vielgeschosser. Sie sind heranmarschiert, um am Rande dieser ausgetrockneten Oase halt zu machen. Sie denken nach. Morgen werden wir hier einmarschieren, denken sie. oder nächstes Jahr. Es ist nur ein Schritt. Wir lassen die kleinen Menschen da noch ihre Runden drehen. Gesenkten Kopfes, denn wollen Sie uns nicht sehen, müssen sie aufs Pflaster schauen und geben so den Part des schlechten Gewissens im misslungenen Theaterstück der randstädtischen Stadtplanung.
1987, so erzählten mir die Einheimischen, sei zur 750-Jahr-Feier der Hauptstadt der DDR das, was nicht zerfallen war im alten Dorfkern, runderneuert worden. Ja, sage ich, ich habe die künstlichen und wie zum Hohn kerzengerade in den Angeln hängenden Tore mit makellosem Anstrich gesehen. Ein Kind kann sich daran reiben und wird keinen Schiefer bekommen.
Gleich neben dem Kulturgut ist das einzige alte, windschiefe Tor. Ich erzähle es, mich freuend, das da doch noch etwas überlebt hat. In einem Pflanzkübel auf dem Gutshof raschelt leise eine Palme dazu.

Beleuchtungsfragen

Datum: 12.07.2006
Der gute Mond!Hinter dem Hochhaus steigt ein großer runder rötlicher Mond hervor. Italien bemüht sich um den Ausgleich, kopulationswillige Hunde umkreisen den zu kleinen Großbildfernseher. Die jungen Frauen neben mir unterhalten sich hochdeutsch und ab und zu, in Gedanken offenbar bei weit entfernten Bekanntschaften, auch italienisch. Mond und Hunde sind spannender als ein punktgroßer Ball und schöne, aber winzige Männer mit exotischen Namen.
"Siehst du den Mond?" tippe ich in weite Ferne. "Nein, es ist bedeckt!" rüttelt mein Telefon zurück.
Oben links fehlt noch ein Stück am endgültigen Rund. Morgen wird es heiß.

Die Versammlung endet. Eine Runde bleibt noch sitzen, fast alle nett. Wir gehen einmal nicht als letzte. Nebeneinander her, wie seit vielen Jahren. Der Mond ist voll und gelb. Siehst du das Gesicht? Nein, sage ich. Doch, schau, ganz deutlich ein Gesicht. Ich weiß, sage ich. Ich kann ein Gesicht sehen, wenn ich will. Ich kann kein Gesicht sehen, wenn ich will. Und ich will kein Gesicht sehen.
Wir reden lange, Mitternacht ist vorbei, ein betrunkener Parkbankschläfer bietet uns Bier an.
Vom Nachthimmel lächelt es freundlich.

Zwei Stunden schnelle Autofahrt, sicherheitsgefährdende Gespräche und die letzte Brücke vor unserer Autobahnabfahrt. Meine Stadt ist fremd von hier aus, ein Lichtermeer täuscht Leben vor. Die Nacht hat sich ausgebreitet, hier ist sie löchrig.
Der Mond verschwimmt kupferrot. In seiner Mitte ist eine graue schmale Wolke aufgetupft. In schlechten utopischen Filmen habe ich ihn schon gesehen, diesen Mond. Man hat ihn herausgeschnitten und hier eingesetzt.
Unser Ufo setzt zur Landung an. Meine Stadt wird mir vertraut. Ich fühle mich leicht. Der Abend wird schön.
Der Mond ist unwichtig geworden.

Die Wahrheit über Schwarz-Rot-Gold

Datum: 30.06.2006
Viele Rätsel ranken sich um Schwarz, Rot und Gold. Muss man es sich auf die Haut auftragen? Abwaschbar oder als permanent-Tatoo? Trägt man es als Haube, auf der Straße und beim Duschen? Sollte es je Fingernagel einzeln gelackt werden? Was aber ist dann mit den zwei übrigen Nägeln je Hand?
Die einzig richtige Variante verrät Ihnen das folgende Bild!

Klicken bringt die Auflösung!

Verloren

Datum: 28.06.2006
Der Moment danach. Wenn die Melodie verklungen ist. Dem Spannungsbogen einer Schallplatte gefolgt zu sein und still den Nachklang in sich wirken zu lassen.
Ein Moment, der in die Ewigkeit reichen würde, wäre da nicht...
Es ist nicht mehr.
Es ist weg, dieses Geräusch. Diese Aufforderung, sich zu entscheiden, sich zu bewegen. Es ist verloren.
Danke, dass Sie bis zum Ende zugehört haben. So wäre die Übersetzung gewesen. Einen schönen Heimweg noch in die Welt des Lauten und Hektischen. Oder bleiben Sie noch, wenn Sie wollen. Legen Sie noch eine Platte auf.
Die Nadel ist auf ihrer Wanderung übers Vinyl ganz innen angekommen, der Winkel des Abtastarms gibt ein mechanisches Signal und der Abtaster wird von der Platte gehoben. Je nach Qualität des Plattenspielers ist das Geräusch, das davon noch in der Lautsprecherbox ankommt, laut krachend oder leise flüsternd.
Aber zwischen dem letzten Ton der Musik und dem „Danke für die Aufmerksamkeit“-plopp lagen 10 oder 15 Sekunden. Eine Zeitspanne ohne Vergleich. Stille, die durch ihr zwingendes Ende definiert war. Jetzt, jetzt noch einmal in die Tiefe tauchen, denn gleich wird man wachgerüttelt.
CD-Player haben keinen Abtaster. Das letzte Lied ist vorbei, und nun ist Ruhe. Eine Ruhe, die sich flach in die Unendlichkeit verliert. Danach ist kein Moment. Danach ist Nichts. Der Nachklang ist verwirkt im anschwellenden Hineinzwitschern der Vögel, im sich steigernden Verkehrsrauschen vor dem Haus, im sicheren Sieg der Alltäglichkeit.

Moment mal!

Datum: 15.11.2005
Vor dem Kulturpalast sind Pappdreiecke aufgebaut. Stellwände, die uns optisch auf die 800-Jahr-Feier Dresdens vorbereiten. Schöne Bilder. Üblicherweise Menschen vor Dresdner Sehenswürdigkeiten, manchmal lustig, manchma....
Aber halt! Moment mal! Gehen wir doch näher ran und noch näher: Heimlich versteckte kommunale Großmachtpläne: Die Lößnitzgrundbahn fährt keinen Meter über Dresdner Boden! Radebeulerinnen und Radebeuler, seid wachsam!

Rachel

Datum: 06.12.2004
rachel kommt aus der kistecomme monsieur ne veut pas que les autres comprennent ce qu´il écrit ou parfois ce qu´il pense nous transcrivons un texte incompréhensible pour la plupart d´entre vous. Nous sommes à la recherche de quiquonque se sent concerné. Réagis!


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